ADHS-Abklärung für Erwachsene in Karlsruhe
Klinisch-psychologische Abklärung mit Befundbericht für den Psychiater
Sie vermuten ADHS im Erwachsenenalter? Oder Ihr Arzt oder Psychiater hat Sie gebeten, eine strukturierte psychologische Vorabklärung mitzubringen? In meiner Praxis biete ich eine klinisch-psychologische ADHS-Abklärung für Erwachsene an. Ziel ist eine fundierte Einordnung Ihrer Beschwerden und ein schriftlicher Befundbericht zur Vorlage beim behandelnden Facharzt oder Psychiater.
ADHS-Abklärung für Erwachsene: 390 €
Umfang: ca. 3 Stunden Gesamtumfang, inklusive Screening, diagnostischem Gespräch, Auswertung und schriftlichem Befundbericht. Selbstzahlerleistung.
Für wen ist die ADHS-Abklärung geeignet?
Die ADHS-Abklärung richtet sich an Erwachsene, die einen ADHS-Verdacht abklären möchten, seit Jahren unter Konzentrationsproblemen, innerer Unruhe oder Aufschieben leiden, Schwierigkeiten mit Organisation, Zeitmanagement oder Routinen haben, emotional schnell überfordert sind, trotz großer Anstrengung immer wieder unter ihren Möglichkeiten bleiben oder einen Befundbericht für den Psychiater benötigen.
Was beinhaltet das ADHS-Paket?
Die ADHS-Abklärung umfasst: vorbereitende Fragebögen, ADHS-Screening, strukturierte ADHS-Anamnese, Erfassung aktueller Beschwerden, Kindheits- und Entwicklungsanamnese, Einordnung von Alltag, Beruf, Beziehungen und Belastungsfaktoren, differenzialdiagnostische Betrachtung, Auswertung der Ergebnisse und schriftlicher Befundbericht zur Vorlage beim Psychiater. Der Gesamtumfang beträgt ca. 3 Stunden.
Kosten
ADHS-Abklärung für Erwachsene: 390 €
Selbstzahlerpraxis in Karlsruhe & online
Kostenloses Orientierungsgespräch: 15 Minuten, telefonisch
Andreas Kirchner, M.Sc. Klinische Psychologie | Klinischer Psychologe | Waldstraße 91, 76133 Karlsruhe
Vielleicht kennst du das Gefühl, dass du dich seit Jahren mehr anstrengst als die Leute um dich herum und trotzdem weniger fertig bekommst. Dass du morgens mit einem klaren Plan startest und abends nicht sagen kannst, wo der Tag geblieben ist. Dass dir andere regelmäßig erzählen, du hättest so viel Potenzial, und dass genau dieser Satz inzwischen wehtut.
Möglicherweise ist das kein Charakterproblem. Möglicherweise arbeitet dein Gehirn schlicht anders.
Ich bin Andreas Kirchner, klinischer Psychologe in Karlsruhe. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist ADHS bei Erwachsenen. Ich bin selbst betroffen und weiß deshalb ziemlich genau, wie sich das von innen anfühlt, nicht nur, wie es im Lehrbuch steht.
Wenn du dir unsicher bist, ob das überhaupt zu dir passt: Das erste Gespräch von 15 Minuten kostet nichts, und einen Termin bekommst du in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen.
Woran du merkst, dass eine Abklärung sinnvoll sein könnte
Es gibt nicht das eine Symptom. Aber es gibt Muster, die sich immer wieder zeigen.
Du schiebst Dinge auf, die dir wichtig sind, und verstehst selbst nicht, warum. Du verlierst den Faden mitten im Satz. Du hast fünf Projekte angefangen und keines beendet, obwohl du bei jedem hochmotiviert warst. Termine, Rechnungen und Behördenpost sind eine dauernde Baustelle. Du reagierst auf Kritik heftiger, als du möchtest, und ärgerst dich hinterher darüber. Du bist ständig müde, aber innerlich nie ruhig. Und wenn dich etwas wirklich packt, dann arbeitest du stundenlang durch, ohne zu essen und ohne aufs Handy zu schauen.
Dieser letzte Punkt verwirrt viele. Wenn ich mich so gut konzentrieren kann, kann es doch keine Aufmerksamkeitsstörung sein. Doch, kann es. ADHS ist kein Mangel an Aufmerksamkeit. Es ist ein Problem damit, die Aufmerksamkeit dorthin zu steuern, wo sie gerade gebraucht wird. Bei Begeisterung funktioniert das System hervorragend. Bei Langeweile kaum.
Was ADHS bei Erwachsenen wirklich ist
Das Bild vom zappelnden Jungen im Klassenzimmer hat viel Schaden angerichtet. Es hat dazu geführt, dass eine ganze Generation von Erwachsenen nie abgeklärt wurde, vor allem Frauen. Denn Hyperaktivität verschwindet bei den meisten nicht, sie wandert nach innen. Aus dem Kind, das nicht stillsitzen kann, wird die Erwachsene, deren Kopf nicht stillsteht.
Ich beschreibe es meinen Patienten gern als Rennwagengehirn mit Trabbi-Bremsen. Der Motor ist stark, oft stärker als bei anderen. Was fehlt, sind die passenden Bremsen. Wer damit auf einer Landstraße unterwegs ist, wirkt gefährlich und chaotisch. Wer eine Rennstrecke findet, hängt jeden ab.
Wichtig ist mir dabei eines: Eine Diagnose ist keine Ausrede und keine Etikettierung. Sie ist eine Erklärung. Und sie ist die Voraussetzung dafür, dass du eine Behandlung bekommst, die zu dir passt, statt weiter an Ratschlägen zu scheitern, die für andere Gehirne gemacht wurden.
Wie eine gute Abklärung abläuft
Eine seriöse ADHS-Diagnostik ist kein Fragebogen und kein Zehnminutengespräch. Sie besteht aus mehreren Teilen, die sich gegenseitig absichern.
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch über dein heutiges Leben. Wo hakt es, seit wann, in welchen Bereichen. Dazu gehört immer die Frage nach dem Leidensdruck, denn ADHS wird erst dann zur Diagnose, wenn die Schwierigkeiten dich tatsächlich einschränken.
Dann folgt der Blick zurück in die Kindheit. Das ist der Teil, den viele unterschätzen. Für die Diagnose müssen Hinweise darauf vorliegen, dass die Auffälligkeiten schon früh bestanden. Alte Zeugnisse helfen enorm, ebenso Erinnerungen von Eltern oder Geschwistern. Bring mit, was du findest.
Dazu kommen standardisierte Fragebögen und Testverfahren. Sie ersetzen das Gespräch nicht, aber sie machen den Eindruck überprüfbar und vergleichbar.
Und schließlich, das ist der wichtigste Teil überhaupt, die Abgrenzung. Vieles sieht aus wie ADHS und ist etwas anderes. Depression, eine Angststörung, eine Schilddrüsenfunktionsstörung, eine Schlafstörung, die Folgen von andauerndem Stress, manchmal auch eine Traumafolgestörung. Umgekehrt bestehen diese Dinge oft gleichzeitig mit ADHS. Wer das nicht sauber auseinandersortiert, kommt zu einem Ergebnis, das dir nichts nützt.
Am Ende bekommst du einen schriftlichen Befund, den du weitergeben kannst, an deine Hausärztin, an einen Psychiater, an den Arbeitgeber, wenn du das möchtest.
Woran du Pfusch erkennst
Es gibt inzwischen viele Angebote, und nicht alle sind gut. Drei Warnzeichen solltest du kennen.
Wenn dir jemand nach einem einzigen Online-Fragebogen eine Diagnose stellt, ist das keine Diagnostik. Wenn die Kindheit gar nicht zur Sprache kommt, fehlt ein Kernkriterium. Und wenn niemand ernsthaft prüft, ob deine Beschwerden nicht doch eine andere Ursache haben, dann wurde nicht abgeklärt, sondern bestätigt, was du selbst schon vermutet hast.
Eine ehrliche Abklärung kann auch damit enden, dass du kein ADHS hast. Das ist kein schlechtes Ergebnis. Es bedeutet, dass wir weitersuchen, bis wir wissen, was wirklich los ist.
Was nach der Diagnose kommt
Eine Diagnose allein verändert noch nichts. Was hilft, ist eine Kombination.
Zuerst Verstehen. Das klingt harmlos, ist aber der am meisten unterschätzte Behandlungsschritt überhaupt. Die meisten Menschen, die mit einer frischen Diagnose bei mir sitzen, tragen zwanzig oder dreißig Jahre Selbstvorwürfe mit sich herum. Zu begreifen, dass es eine Bauart war und kein Charakterfehler, nimmt einen Druck weg, den man vorher kaum benennen konnte.
Dann die Werkzeuge. Wie du deinen Alltag so einrichtest, dass er zu deinem Gehirn passt, statt jeden Tag dagegen zu arbeiten. Das ist konkrete Arbeit an konkreten Situationen, nicht Selbstoptimierung.
Ich arbeite hypnosystemisch, ausgebildet bei Gunther Schmidt am Milton-Erickson-Institut in Heidelberg. Der Kern dieser Haltung passt zu ADHS besonders gut: Es geht nicht darum, gegen dich anzukämpfen, sondern mit dem zu arbeiten, was ohnehin da ist.
Und wenn eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, arbeite ich mit Ärztinnen und Ärzten zusammen. Ich verschreibe nichts, das ist nicht meine Aufgabe. Aber ich sorge dafür, dass du gut vorbereitet in dieses Gespräch gehst.
Häufige Fragen
Ist ADHS nicht einfach eine Modediagnose?
Die Zahl der Diagnosen steigt, das stimmt. Der Grund ist aber überwiegend ein anderer als der vermutete. Erwachsenen-ADHS wurde jahrzehntelang schlicht nicht erkannt, weil man glaubte, es wachse sich aus. Was wir gerade sehen, ist zu einem großen Teil das Nachholen von Diagnosen, die vor dreißig Jahren hätten gestellt werden müssen.
Ich bin über vierzig. Lohnt sich das noch?
Ja. Ein großer Teil der Menschen, die zu mir kommen, ist zwischen dreißig und fünfzig. Viele kommen, weil ihr Kind eine Diagnose bekommen hat und ihnen beim Vorlesen der Kriterien etwas sehr bekannt vorkam.
Was kostet das?
Die ADHS-Abklärung kostet 390 Euro. Das ist ein Festpreis für die gesamte Diagnostik, unabhängig davon, ob wir dafür drei oder vier Termine brauchen. Enthalten sind die Fragebögen, die Gespräche, die Auswertung und der schriftliche Befundbericht zur Vorlage beim Arzt. Es gibt keine versteckten Posten und nichts, was du vorher buchen musst. Eine einzelne Therapiesitzung außerhalb der Diagnostik dauert 55 Minuten und kostet 110 Euro.
Zahlt die Krankenkasse?
Nein, die Abklärung läuft als Selbstzahlerleistung. Das hat zwei Vorteile, die vielen wichtiger sind als der Betrag. Du wartest nicht monatelang. Und es wird nichts bei deiner Kasse aktenkundig, was abhängig von deinem Beruf und deinen Versicherungen durchaus eine Rolle spielen kann.
Wie lange muss ich warten?
Ein bis zwei Wochen bis zum ersten Termin. Bei einem Kassensitz sind es für dasselbe Anliegen oft sechs bis zwölf Monate.
Wie schnell merke ich etwas?
Schneller, als die meisten erwarten. Wer mit Erschöpfung, Niedergeschlagenheit oder Angst zu mir kommt, berichtet in der Regel nach drei bis fünf Sitzungen von einer deutlichen Entlastung. Nicht von einer kleinen Verbesserung, sondern davon, dass der Druck auf der Brust weg ist, dass sie wieder schlafen, dass der Kopf abends aufhört zu rasen.
Das liegt weniger an mir als an der Art zu arbeiten. Hypnosystemische Therapie sucht nicht jahrelang nach dem Ursprung des Problems, sondern danach, was in dir ohnehin schon funktioniert, und setzt genau dort an. Das geht deutlich schneller als der Weg, den die meisten aus Erzählungen kennen.
Ich sage dir das als Erfahrungswert aus meiner Praxis und ausdrücklich nicht als Zusage. Menschen sind verschieden, und bei manchen dauert es länger. Aber du sitzt hier nicht in einem Prozess, der erst nach einem Jahr etwas abwirft.
Was, wenn ich mich irre?
Dann hast du Klarheit, und das ist die Sache wert. Niemand geht hier mit einer Diagnose raus, die nicht belegt ist.
Der erste Schritt kostet dich nichts
Du musst dich nicht sofort für eine Diagnostik entscheiden, und du musst dafür auch nicht in Vorleistung gehen.
Das erste Gespräch von 15 Minuten ist kostenlos. Darin klären wir zu zweit, ob eine Abklärung bei dir überhaupt sinnvoll ist und wie sie ablaufen würde. Wenn du danach sagst, das ist gerade nichts für mich, ist das völlig in Ordnung. Es entsteht dir daraus keinerlei Verpflichtung.